Sie möchten Ihren VITEK® 2 mit dem Advanced Expert System™ (AES) noch besser an Ihre Bedürfnisse anpassen?

Wir geben Ihnen Tipps für effizienteres Arbeiten:

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Wie wird eine Kategorie-Interpretation für ein bestimmtes Isolat in der VITEK®2 8.01 Software geändert?

Mit der Einführung der VITEK® 2 Systems 8.01-Software ist es möglich, Isolate auf Remote-Computern zu verwalten, ohne die Software zu installieren.

Die Version 8.01 ist die aktuellste Version der VITEK® 2 Systems-Software. Diese Version ermöglicht es dem Anwender, Isolate entweder im webbasierten Anwendungsmodus (keine Software-Installation erforderlich) oder im traditionellen VITEK® 2 Systems Software-Modus zu verwalten.

Die traditionelle VITEK® 2 Systems-Software kann nur über direkt mit dem Gerät verbundene Computer auf das Gerät zugreifen, wogegen Ihnen die webbasierte VITEK® 2 Systems Web-Applikation mehr Freiheiten bietet.

Die VITEK® 2 Systems Web-Applikation ermöglicht mehreren Anwendern das Einrichten von ID/AST-Tests sowie gleichzeitigen Zugriff auf die Ergebnisse von jedem Netzwerk-PC mit einer Remote-Lizenz.

Auf die VITEK® 2 Systems Web-Applikation kann ebenfalls von einem direkt an das Gerät angeschlossenen Computer zugegriffen werden.

Die Änderung einer Interpretation für ein Antibiotikum mit der VITEK® 2 Systems Web-Applikation ist einfach!
In der unten gezeigten Isolat-Detailansicht können Sie mit einem einfachen Mausklick die MHK-Interpretationen ändern.

Fahren Sie mit der Maus über die Kategorie-Interpretation, die Sie ändern möchten, und klicken Sie auf die linke Maustaste (wie unten dargestellt).

Das System zeigt dann eine Drop-Down-Box wie unten abgebildet, sodass eine andere Interpretation ausgewählt werden kann.

Wenn Sie die traditionelle VITEK® 2 Systems Software (Version 8.01 oder frühere Versionen) verwenden, erfolgt die Änderung einer Interpretation fast identisch.

In diesem Fall ermöglicht Ihnen das System in der Isolat-Detailansicht die Änderung einer Interpretation für ein Antibiotikum mit der Taste Ctrl + Mausklick.

Fahren Sie mit der Maus über die zu ändernde Kategorie-Interpretation und halten Sie die Ctrl-Tastegedrückt, während Sie die MHK-Interpretation mit der linken Maustaste anklicken. Geben Sie nun die neue Interpretation ein.

Folgende Interpretationen stehen je nach Parameterset zur Verfügung (z.B. CLSI, Global CLSI-based, EUCAST oder Global European-based).

Ssensibel
Iintermediär
Rresistent

IE
(von EUCAST verwendet)

Diese Kategorie zeigt an, dass es keine ausreichenden Beweise (Insufficient Evidence) dafür gibt, dass der betreffende Erreger ein geeignetes Ziel für die Therapie mit dem Wirkstoff darstellt. Eine MHK mit einer Anmerkung, aber ohne zugehörige Kategorisierung S, I oder R, kann befundet werden.

( – )
(von EUCAST verwendet)

Diese Kategorie zeigt an, dass die Empfindlichkeitsprüfung nicht empfohlen wird, da die Spezies ein schlechtes Ziel für die Therapie mit dem Wirkstoff darstellt. Die Isolate können ohne vorherige Prüfung ebenfalls als « R » befundet werden.1

SDD
(von CLSI verwendet)

Diese Kategorie zeigt an, dass die Empfindlichkeit dosisabhängig ist (dosisabhängig sensibel). Bei Isolaten mit MHK-Werten innerhalb des SDD-Bereichs, ist es erforderlich höhere oder häufigere Dosierungen oder beides anzuwenden. Nähere Informationen siehe CLSI-Dokument M100-D.

1) Das Europäische Komitee für antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung. Grenzwert-Tabellen zur Interpretation von MHKs und Hemmhofdurchmessern, Version 7.1, http://www.eucast.org/fileadmin/src/media/PDFs/
EUCAST_files/Breakpoint_tables/v_7.1_Breakpoint_Tables.pdf


Wie werden MHK-Verteilungen für jeden vorgeschlagenen Phänotyp angezeigt und MHK-Ergebnisse von Isolaten visuell verglichen

Klicken Sie auf das Symbol mit dem Würfel (), um auf die Detailansicht der AES-Datenbank zu gelangen. Hier finden Sie für den jeweiligen Keim eine Liste von Phänotypen, die in der Datenbasis hinterlegt sind. Phänotypen werden nach Antibiotikafamilie betrachtet und mithilfe der praktischen Dropdown-Felder können Sie zwischen den Antibiotikafamilien wechseln. Für jeden Phänotyp wird ein Histogramm angezeigt, das für jeden getesteten antimikrobiellen Wirkstoff die erwarteten MHK-Verteilungen darstellt (siehe Abb. 1).

Vorgeschlagene Übereinstimmungen werden durch grüne Sterne angezeigt. Pinkfarbene Quadrate und Dreiecke, welche die MHK-Werte des Isolats für einen bestimmten antimikrobiellen Wirkstoff repräsentieren, sind in jeder Phänotyp-Grafik dargestellt, um die MHK-Ergebnisse des getesteten Isolats mit den erwarteten MHK-Verteilungen jedes Phänotyps zu vergleichen (siehe Abb. 2).

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Abb. 1 – klicken um zu vergrößern
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[source_reference]Abb. 2 – klicken um zu vergrößern[/source_reference]


Wie setzen wir Farbcodierungen ein, damit Ihre Aufmerksamkeit besser auf bestimmte Ergebnisse gerichtet wird

Jedes Isolat erhält von VITEK® 2 eine Farbcodierung, die den Übereinstimmungsgrad des jeweiligen Organismus mit einem bekannten Phänotyp in der Datenbank angibt. Die Farbcodierungen werden als “AES Findings” bezeichnet und sind in der Detailansicht des jeweiligen Isolats zu finden, wie nachfolgend gezeigt.

Alle MHK-Werte des identifizierten Isolats stimmen mit der erwarteten MHK-Verteilung für einen definierten Phänotyp überein. Die AES-Datenbasis ist sehr robust und umfasst 141 Organismen sowie 4.000 Phänotypen und 55.000 MHK-Verteilungen2.

Ein MHK-Wert passt nicht in das erwartete Muster eines bekannten Phänotyps. Konsistentes Ergebnis mit biologischer Korrektur.

Das Isolat entspricht KEINEM bekannten Phänotyp, da die MHK-Werte von mehr als 1 antimikrobiellen Wirkstoff mit keiner definierten MHK-Verteilung der Datenbank übereinstimmen.

AST-Ergebnisse sind verfügbar, da der Organismus in der AST-Datenbank hinterlegt ist, aber eine AES-Expert-Analysis wird nicht durchgeführt, da die Spezies nicht in der VITEK® 2 AES-Datenbank hinterlegt ist. Das Advanced Expert System™ enthält keine Daten hierzu in seiner Wissensbasis.

Keine AST-Ergebnisse bzw. AES Expert-Analyse, da für keines der Antibiotika Grenzwerte festgelegt sind.


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Referenzen:

  1. The European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing. Breakpoint tables for interpretation of MICs and zone diameters, version 7.1, 2017, http://www.eucast.org/fileadmin/src/media/PDFs/ EUCAST_files/Breakpoint_tables/v_7.1_Breakpoint_Tables.pdf

  2. VITEK® 2 8.01 software